Die Apimondia-Organisation hat jüngst vorgeschlagen, den Einsatz von Antibiotika in der Imkerei weltweit stärker zu regulieren. Der Deutsche Imkerbund begrüßt diese Diskussion. Zugleich stellt er klar: In Deutschland werden in der Imkerei keine Antibiotika eingesetzt.
In der deutschen Imkerei spielen Antibiotika keine Rolle. Stattdessen setzt die Praxis konsequent auf Monitoring und Früherkennung. Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) unterstützt dieses System, weil es nicht Symptome behandelt, sondern Erreger konsequent aus dem Bestand entfernt.
Keine Rückstände im Honig
Für Antibiotika in Honig wurden in der EU keine Rückstandshöchstgehalte festgelegt. Das führt in der Praxis zu einer faktischen Nulltoleranz von Rückständen im Honig. Der D.I.B. unterstützt dies ausdrücklich, weil dieser Ansatz Verbraucherschutz und Produktsicherheit klar definiert.
Blick auf Importware
Bei Honigen aus bestimmten Drittstaaten werden bei behördlichen Kontrollen allerdings immer mal wieder Rückstände von Antibiotika nachgewiesen. Die Ware muss dann zurückgewiesen werden. Diese Befunde zeigen, dass unterschiedliche Behandlungsweisen weiterhin ein Problem darstellen. Der Deutsche Imkerbund begrüßt deshalb die Bestrebungen der Europäischen Union, über das sogenannte Mirror-Prinzip vergleichbare Standards, die für europäische Produkte gelten, auch für importierte Lebensmittel durchzusetzen. Nur wenn die gleichen Regeln für in- und ausländische Produkte gelten, lassen sich Verbraucherschutz, Markttransparenz und faire Wettbewerbsbedingungen sicherstellen.
Klarer Kurs
Der Deutsche Imkerbund sieht die Initiative der Apimondia als wichtigen Schritt, da sie in vielen Regionen der Welt eine deutliche Verbesserung im Umgang mit Antibiotika in der Imkerei darstellt. Dieser Ansatz sollte konsequent weiterentwickelt werden mit dem Ziel, Antibiotika weltweit vollständig aus der Imkerei zu verbannen. Das entspricht auch dem von der Apimondia betonten One-Health-Ansatz, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt gemeinsam betrachtet.
Der D.I.B. spricht sich für eine dauerhaft antibiotikafreie Imkerei aus. Das System aus Monitoring, Früherkennung und Sanierung, wie es in Deutschland praktiziert wird, verhindert die Ausbreitung von Erregern wirksam und sichert zugleich die Qualität von Honig.
