Impressionen vom Tag der Deutschen Imkerei 2026!

Der Tag der Deutschen Imkerei am ersten Juliwochenende wird von den Imkervereinen genutzt, um die Bedeutung der Honigbienen und die Tätigkeiten bis zur Honiggewinnung einem breiten Publikum vorzustellen. Vielerorts wurden Sommerfeste, Tage der offenen Tür und vieles mehr veranstaltet.

Einige Vereine haben uns bereits Berichte und Fotos von ihren Veranstaltungen und Aktionen zugesendet. Diese zeigen, wie bunt und vielfältig das Imkervereinsleben ist und mit welchen kreativen Ideen das Thema umgesetzt werden kann – herzlichen Dank dafür!

Viel Spaß beim Durchblättern! (Die Inhalte wurden von den jeweiligen Vereinen erstellt.)

Auch wir vom Imkerverein Selfkant e.V. waren an diesem Wochenende zum Tag der deutschen Imkerei wieder superaktiv und veranstalteten zwei gut besuchte Aktionstage!

An unserem Lehrbienenstand im Wildpark Gangelt boten wir unseren großen und kleinen Besuchern ein richtig buntes Programm. Neben faszinierenden Einblicken direkt in die Bienenvölker und jeder Menge Infomaterialien gab es bei uns:

  • Eigenbau von Insektenhotels für den eigenen Garten
  • Buntes Kinderschminken und funkelnde Glitzer-Tattoos
  • Eine große Tombola, bei der fleißig Lose gezogen wurden
  • und natürlich unzählige tolle Gespräche rund um den Bienenschutz und das Imkerhandwerk!

Herzliche Grüße aus dem Wildpark Gangelt und allen einen schönen Tag der deutschen Imkerei,

Vicky Meeus, Imkerverein Selfkant e.V.

Text und Fotos: Imkerverein Selfkant e.V.

Tag der deutschen Imkerei 2026

Dank Bestäubern gute Ernte

Am „Tag der deutschen Imkerei“ am 4. Juli kamen rund 30 Kinder und Erwachsene in den Garten der Begegnung in Bergisch Gladbach-Schildgen, um sich am Bienenstand von Uta Henriksen über das Leben der Honigbienen zu informieren.

Mit Imkerschleiern geschützt, konnten die Besucherinnen und Besucher die fleißigen und friedlichen Bestäuberinnen aus nächster Nähe auf den Blüten und im Bienenstock beobachten. Ein besonderes Highlight war die Honigverkostung direkt aus der Wabe. „Ist der lecker!“

Wer weiß – vielleicht waren genau diese Bienen zuvor in den Gärten Schildgens unterwegs und haben dafür gesorgt, dass aus einer bestäubten Kirschblüte eine saftige Kirsche wurde.

Wer Wild- und Honigbienen etwas Gutes tun möchte, kann im eigenen Garten oder auf dem Balkon insektenfreundliche Blumen pflanzen und Regio-Saatgut aussäen. Das hilft den Bienen – und der Natur.

Ab August ist das „Schildgener Gold“ wieder im Café Himmel un Ääd zu haben.

Weitere Info über Bezugsquellen für Honig aus der Region sind auf der Homepage des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach zu finden www.glsummt.de.

Text: Uta Henriksen, Pressewartin des BZV Bergisch Gladbach

Fotos: Jens Peter Henriksen

Die Zukunft summt im Hintergarten: Wie Imker Anton Fischer zwei Geschwistern die Welt der Bienen eröffnet

Maisach / Gernlinden Es ist ein sonniger Nachmittag in Maisach bei München. Das Summen in der Luft ist fast melodisch, und die Luft riecht süß nach Nektar und  würzig nach frischem Holz. Mittendrin stehen die Geschwister Julian und Annalena, geschützt in weißen Imkeranzügen, und blicken fasziniert auf ein wimmelndes Naturschauspiel. Seit Monaten schon lernen und brennen die beiden Jugendlichen für das Thema Bienen. Jetzt, pünktlich zum perfekten Sommerwetter, wird ihr Traum Wirklichkeit – dank der tatkräftigen Unterstützung von Imker Anton Fischer.

Ein Lehrmeister mit Herz und Vision

Anton Fischer kommt aus dem nahegelegenen Gernlinden bei München und ist Imker aus Leidenschaft. Doch ihm geht es um mehr als nur um die reine Honigproduktion. Sein erklärtes Ziel ist es, junge Menschen wieder stärker mit der Natur zu verbinden und sie zu künftigen Schützern unserer Umwelt auszubilden.

„Es reicht nicht, nur zu wissen, dass Honig süß schmeckt“, erklärt Anton Fischer, während er ruhig einen Rahmen prüft. „Man muss lernen, mit den Bienen zu leben, ihre Sprache zu verstehen und Verantwortung für sie zu übernehmen. Die Jugendlichen sind die Imker von morgen.“

Sein ehrenamtlicher Einsatz und die Geduld, mit der er den „kleinen Unterricht“ im Garten der Familie gestaltet, sind bemerkenswert und lobenswert zugleich. In einer Zeit, in der Jugendliche oft vor Bildschirmen sitzen, schafft Anton Fischer hier ein echtes, greifbares Naturerlebnis, das auf die nächsten Jahre ausgelegt ist.

Der große Tag: Umzug in das neue Zuhause

Der heutige Tag markiert den offiziellen Startschuss für Julians und Annalenas eigenes Bienenreich. Bisher waren die fleißigen Insekten in kleineren, provisorischen Anfangskästen untergebracht. Unter Anton Fischers fachkundiger Anleitung stand nun das Highlight an: Das gesamte Bienenvolk inklusive der kostbaren Königin sollte in einen großen, stabilen Bestandskasten umgesiedelt werden.

  • Die Vorbereitung: Mit ruhigen, sicheren Handgriffen zeigte Anton Fischer den Geschwistern, wie man den Smoker bedient, um die Bienen zu beruhigen.
  • Der Umzug: Wabe für Wabe wurde vorsichtig angehoben. Julian bewies dabei eine erstaunlich ruhige Hand, während Annalena die Waben genau inspizierte.
  • Das Highlight: Das Entdecken der Königin. Als die markierte Herrscherin des Stocks sicher in ihr neues, größeres Zuhause wanderte, war die Erleichterung und Freude groß.

Mehr als nur ein Hobby: Leben mit der Natur

Für Julian und Annalena war dieser Tag erst der Anfang. Durch Anton Fischers Starthilfe haben sie nicht nur gelernt, wie man theoretisch Honig produziert, sondern sie haben den ersten Schritt gemacht, um feste Partner der Natur zu werden. In den kommenden Jahren werden sie die Entwicklung „ihres“ Volkes begleiten und wichtige Erfahrungen sammeln. Im Spätsommer des nächsten  Jahres werden sie dann voraussichtlich so weit sein und stolz ihren ersten eigenen, selbst geschleuderten Honig in den Händen halten.

Das Engagement von Imker Anton Fischer zeigt, wie Generationenübergabe im Naturschutz perfekt funktionieren kann: Mit Geduld, Praxisnähe und einer großen Portion Begeisterung für das wunderbare Volk der Bienen. Maisach ist seit heute um und zwei stolze naturbewusste Jungimker reicher. Ihr nächster Schritt ist schon geplant – sie wollen ihre jüngere Schwester Romy ebenfalls für dieses schöne und naturverbundene  Hobby „Bienen“ begeistern.

Text und Fotos: Ulrich Hümmerich