Der Weltbienentag am 20. Mai macht auf die enorme Bedeutung von Wild- und Honigbienen aufmerksam. Allein in Deutschland kommen etwa 600 unterschiedliche Wildbienenarten vor, in Europa rund 2.000, weltweit ca. 20.000 Arten. Sie gehören zur Insektenordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Die meisten Arten leben solitär, nur wenige Wildbienen – wie die Hummeln – bilden soziale Gemeinschaften.
Bienen leisten jeden Tag Erstaunliches: Etwa 75 % der wichtigsten Kulturpflanzenarten sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Rund ein Drittel der globalen landwirtschaftlichen Produktion hängt direkt oder indirekt von ihrer Bestäubung ab. Allein eine Honigbiene besucht auf einem Flug oft Hunderte Blüten.
Doch Bienen haben es zunehmend schwer. Monotone Landschaften, Pestizide, Krankheiten und der Klimawandel setzen ihnen zu. Deshalb ist jeder blühende Garten, Balkon oder Straßenrand wichtig.
Schon kleine Maßnahmen helfen:
– bienenfreundliche Blühpflanzen wählen,
– auf chemische Spritzmittel verzichten,
– wilde Ecken im Garten stehen lassen und
– regionalen Honig kaufen und damit die heimische Imkerei unterstützen.
Der Weltbienentag hebt die Bedeutung dieser kleinen Lebewesen hervor – ihre Wirkung für Natur, Artenvielfalt und unsere Ernährung ist riesig.
Das Datum des Weltbienentags erinnert an den slowenischen Imkerpionier Anton Janša (Geburtsdatum 20. Mai), der als Wegbereiter der modernen Imkerei gilt. Die Vereinten Nationen riefen den Aktionstag 2018 offiziell ins Leben.

