Honig – wie hoch sind Ihre Produktionskosten?

Honig – wie hoch sind Ihre Produktionskosten?

Honigpreise sorgen regelmäßig für Diskussionen. Mit zwei Modulen können Sie hier die Produktionskosten Ihres Honigs berechnen.

Honig ist ein wertvolles Naturprodukt, wird aber zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Für die Unterschiede im Verkaufspreis gibt es mehrere Ursachen. Entscheidend sind unter anderem die Kaufkraft in Ihrer Region und der gewählte Vermarktungsweg. In der Direktvermarktung lassen sich im Glas meist höhere Preise erzielen. Wer seinen Honig dagegen im Fass veräußert, muss oft deutliche Abschläge hinnehmen. Zudem setzen Lebensmittel-Discounter auf niedrige Preise und Aktionen, um Kundschaft anzuziehen.

Eine zentrale Frage bei der Preisfindung sind zudem die Produktionskosten. Wie hoch sind diese? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab – etwa von der Größe Ihrer Imkerei, Ihren Investitionen und dem Arbeitsaufwand. Einige Imkereien verkaufen zudem nicht nur Honig, sondern auch weitere Imkereiprodukte. Doch viele Imkerinnen und Imker kennen ihre Produktionskosten nicht genau. Eine internationale Umfrage von Copa-Cogeca zeigte: Selbst im Erwerbsbereich fehlt manchmal ein klarer Überblick über die eigenen Kosten.

Hier sollen zwei Kalkulationsmodelle Abhilfe schaffen und Ihnen eine belastbare Grundlage für Ihre mögliche Preisgestaltung bieten.

Zwei Wege zur eigenen Kostenrechnung

1. Detailliert und präzise

Das erste Modell wurde vom Imkerverein Alzey entwickelt und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Es erfordert genaue Angaben aus Ihrer Imkerei – von Investitionen bis zum Arbeitsaufwand. Der Aufwand lohnt sich: Sie erhalten eine belastbare und differenzierte Kalkulation. Laden Sie die Excel-Datei herunter und tragen Sie Ihre Daten ein.

2. Einfach und praxisnah

Das zweite Modell stammt aus dem Projekt „ZUFI – zukunftsfähige Imkerei“ des Bieneninstituts Veitshöchheim. Es wurde in Abstimmung mit uns sowie den Honigobleuten der Verbände noch einmal angepasst. Dieses Model arbeitet mit Durchschnittswerten, die vom Bieneninstitut ermittelt wurden. Diese Werte können Sie durch eigene Angaben ersetzen – etwa zur Völkerzahl oder zu Fahrtstrecken zum Bienenstand.

Je mehr eigene Daten Sie in die Excel-Tabelle eintragen, desto stärker nähert sich das Ergebnis Ihrer individuellen Situation an. Auch Ihren Stundenlohn können Sie individuell festlegen; andernfalls rechnet das Modell mit dem gesetzlichen Mindestlohn. Auch wenn Sie nur wenige eigene Zahlen eintragen, erhalten Sie eine gewisse Orientierung.

Sicher argumentieren beim Honigpreis

Wer seine Produktionskosten kennt, tritt sicherer auf. Sie können Ihre Preise nachvollziehbar begründen – gegenüber Kundinnen und Kunden oder auch Zwischenhändlern. Nutzen Sie die beiden Modelle als Werkzeug, um Ihre Imkerei wirtschaftlich klarer zu sehen und Ihre Preisgestaltung bewusst zu entwickeln.

Die Informationen finden Sie auch unter dem Menüpunkt Honigpreisrechner.