Wir haben uns am 11. und 12. September 2026 auf den Weg nach Berlin gemacht, denn das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hatte zum 4. Jugendpolitischen Forum geladen und wir hatten die Ehre, den Deutschen Imkerbund e. V. (D.I.B.) bei dieser Veranstaltung zu vertreten. Unter dem Motto „Land- und Ernährungswirtschaft für zukünftige Generationen bewahren und gestalten“ durften wir die Perspektive unserer jungen Imkerinnen und Imker einbringen.
Zusammen mit rund 50 anderen engagierten jungen Menschen, von der klassischen Landjugend über junge Biolandwirte bis hin zur BUNDjugend, saßen wir zwei Tage lang an einem Tisch. Unser klares Ziel: Dem Ministerium zu zeigen, wie die nächste Generation die ländlichen Räume und die Natur voranbringen will.

Erstes Kennenlernen am Freitagabend
Wir trafen uns am Freitagnachmittag im Berliner Dienstsitz des Ministeriums und wurden von Bundesminister Alois Rainer begrüßt. Am Freitag lernten wir bei ersten Gesprächen dann auch schon die Vertreter der unterschiedlichen Verbände kennen. Wir bekamen auch einen Überblick über das Programm, das uns am Samstag erwartete. Die Jugenddelegierten für nachhaltige Entwicklungen bei den Vereinten Nationen gaben uns einen Einblick in die internationale Arbeit.
Spannende Workshops am Samstag
Am Samstag ging es dann los mit den Workshops, in denen viele verschiedene Herangehensweisen und Lösungen ausgearbeitet wurden. Wir besuchten den Workshop „Heimische Sorten und Nutztierrassen“, denn dieses Themengebiet ist auch für uns Imker sehr interessant. Unsere Bienen können nämlich massiv von alten und heimischen Sorten profitieren. In diesem Workshop ging es um den Erhalt des kulturellen Erbes und der regionalen Vielfalt. Wir konnten deutlich machen, dass eine lange blühende und artenreiche Kulturlandschaft das Fundament für unsere Bienen ist. In modernen Monokulturen gehen alle Blüten ungefähr zur gleichen Zeit auf, dies sorgt für ein kurzes Massenangebot. Bei alten Sorten hingegen öffnen sich die Blüten verzögert, wodurch zum Beispiel der einzelne Apfelbaum deutlich länger blüht und so von den Bienen länger als Trachtquelle genutzt werden kann.

Weitere Workshops
„Generationenwechsel“ – In diesem Workshop wurde besprochen, wie man den Generationenwechsel in der Landwirtschaft attraktiv gestalten kann, um die Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen.
„Heimische Proteine“ – Hier beschäftigten wir uns mit dem Anbau von heimischen pflanzlichen Proteinquellen, wie Erbsen oder Lupinen, und wie die regionale Wertschöpfungskette ausgestaltet werden kann.
„Alternative Antriebe“ – Bei diesem Workshop arbeiteten wir aus, wie man auch die Landwirtschaft auf alternative Antriebe umstellen könnte. Alle Ergebnisse der vier Workshops wurden am Abend an Staatssekretär Prof. Dr. Dr. Markus Schick übergeben, der sich bei uns für die Arbeit und Anregungen bedankte.
Wir bedanken uns herzlich beim Deutschen Imkerbund e. V., dass wir ihn bei dieser Veranstaltung vertreten durften, und natürlich beim BMLEH für die Einladung. Ein besonderes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle auch an Sandra Kuckenberg vom Deutschen Imkerbund e. V. richten, dass wir am 4. Jugendpolitischen Forum teilnehmen durften.
Ein Bericht von Louis Kuhn und Simon Opitz.
Fotos: Simon Opitz
Der D.I.B. bedankt sich ganz herzlich bei Louis Kuhn und Simon Opitz für die Teilnahme und den interessanten Bericht! Wir freuen uns sehr über Euer Engagement.
