Wissensaustausch in Wismar

Wissensaustausch in Wismar

Die diesjährige Tagung der Honigobleute fand am 27. und 28. Februar in Wismar statt. Es nahmen die Honigobleute aus 17 Mitgliedsverbänden teil. Die umfangreiche Tagesordnung umfasste Themen wie Honigernte, Probenziehung und Honigqualität.

Eine Rekordnachricht zu Beginn: die Honigernte erreichte im Vergleich der letzten 13 Jahre einen Höhepunkt: im Durchschnitt wurden in Deutschland 37,6 kg Honig pro Volk geerntet (Vorjahr: 30,5 kg).

Neues System bei der Probenziehung erfolgreich eingeführt

Doch die Honigobleute interessierten sich natürlich nicht nur für die Quantität, sondern vor allem für die Honig-Qualität. Daher war die Probenziehung ein umfangreiches Thema, das auf der Tagung ausgiebig besprochen und diskutiert wurde.

2025 gab es eine Systemumstellung in punkto Probenziehung: Imkerinnen und Imker wurden erstmalig direkt über den D.I.B. angeschrieben und zur Probenabgabe aufgefordert. Das Ergebnis war eine hohe Rücklaufquote von 91,8 % (86,7 % im Vorjahr).

Unter der Rubrik „Beanstandungen“ fielen vor allem Fehler bei der Kennzeichnung des Mindesthaltbarkeitsdatums und bei den Deckeleinlagen sowie bei der Sortenbezeichnung, dem Gewicht und der Konsistenz auf. Beanstandungen, die durch die fachgerechte Sorgfalt beim Abfüllen, Beschriften sowie Kennzeichnen eigentlich leicht vermieden werden können.

Aktuelle Themenfelder beleuchtet

Zu den weiteren Themenfeldern zählten Honigverfälschung, Kostenanalyse, die korrekte Kennzeichnung von Honigen und der im Oktober anstehende Deutschsprachige Imkerkongress in Dresden.

Die Honigobleutetagung bot den Teilnehmern an den zwei Tagen ein vielfältiges Programm und beleuchtete aktuelle Themenfelder. Die Tagung bot zudem die Möglichkeit, sich über die Grenzen der Mitgliedsverbände hinweg miteinander auszutauschen und zu vernetzen.

Die nächste Honigobleutetagung findet im Februar 2027 statt.

Beitragsbild: Deutscher Imkerbund e. V.